Nici's Page


 
Flugbegleiterin/er
 
 
 
Kann man da noch von einem Traumberuf reden?
 
 
 
 
ja man kann. schon lange ist der beruf der flugbegleiterin nicht mehr der traumjob der er einmal war. der einstige mädchentraum hat sich im laufe der zeit zu einem harten job entwickelt, der nicht nur freude mit sich bringt ( aber welcher beruf hat nur positive seiten?) aber dieser beruf hat einfach etwas ganz spezielles an sich, entweder man wird in seinen bann gezogen, liebt ihn ohne ende oder man hasst ihn abgrundtief. oft kriege ich zu hören bzw zu lesen... wie jetzt du bist in dubai, rio auf den bahamas oder sonstwo und dann bist du am pc? wieso schaust du dir die stadt nicht an?... joa, ich war schon sowas von oft in den ganzen städten, das es nichts besonderes mehr ist. zu anfang vor vielen jahren war ich aufgeregt wenn es hieß es geht nach rio de janeiro. das ist vorbei. selbstredent ist es dort wunderschön, wie auf den malediven oder bora bora und hawaii auch, aber wie gesagt... die aufregung hat sich schon vor jahren gelegt.


auch werde ich immerwieder beneidet für meinen beruf. gut ich habe mit 33 die ganze welt gesehen, aber die leute denken anscheinend immer man macht urlaub. oft hat man nur 2 bis 3 stunden oder sogar weniger bevor es weiter geht bzw zurück. dann kommt man nicht einmal dazu bei 38 grad auf den malediven ins wasser zu gehen, bzw den airport grossartig zu verlassen. aber daran denken die wenigsten. der job ist echt stressig, aber auch wunderschön.


und dann nochmal für die neider die mich als dumme saftschubse bezeichnen...
die dumme saftschubse war letze woche in dubai, frankfurt münchen, sydney, los angeles, chicago, new york, miami und hat dabei sogar noch mehr verdient als du... öhmmm... und was hast DU denn so die letzte woche unternommen...?! grins.


 
 

Meine Hauptrouten

 

JFK - MIA - NAS - ORD - YUL - LAX - MEL - SYD - CDG - FRA - MUC - MLE - DME - DXB - GIG
NRT - PEK/BJS - PVG
 
internationale IATA airportcodes
 

New York - Miami - Bahamas - Chicago - Montreal - Los Angeles - Melbourne - Sydney - Paris
Frankfurt - München - Malediven - Moskau - Dubai - Rio de Janeiro - Tokio - Peking - Shanghai
 
 
 
 
Vorteile:
 

„ich war noch niemals in new york, ich war noch niemals auf hawaii, ging nie durch san francisco in zerissenen jeans...“ der duft der grossen weiten welt, heute hier morgen dort. new york , rio, tokyo. dank der zeitverschiebung in new york den sonnaufgang erleben, in los angeles frühstücken, in münchen zum mittag (kaffee/kuchen) essen und abends in spanien am strand den sonnenuntergang mit einem glas wein genießen... und das alles an einem tag und kostenfrei. Dazu muss man allerdings A (intercontinental) fliegen. B (continental) ist dagegen schon etwas „langweiliger“. jeder der den umgang mit menschen in seinem beruf wiederfinden möchte, dabei noch gern im team arbeitet ist hier richtig. meist zumindest herrscht eine wirklich angenehme stimmung zwischen dem personal und wer arbeitet nicht gerne wenn das betriebsklima stimmt. tolle kollegen und paxe mit denen man wirklich eine menge spass haben kann. übernachten in den schönsten hotels der städte, öfters mal unter der woche frei haben (nicht wie der büromensch nur am wochenende). an einen tag auf der spanischen treppe in rom die sonne geniessen und kurze zeit später am bondi beach in australien im sand liegen, privat für wenig geld fliegen (10% vom flugpreis bis zum nulltarif - mit etwas glück - bei einer zugehörigkeit ab 8 jahren bei lufthansa. dies ist aber von airline zu airline unterschiedlich). das geld stimmt auch mit allen zulagen (gefahrenzulage, abwesenheitsprämie, spesen). viel zeit es auszugeben hat man nicht immer. es kann mir niemand erzählen den beruf nicht auch wegen dem aspekt des reisens gewählt zu haben, das würde einem wohl eh niemand wirklich abkaufen... und und und. im ganzen ist der beruf des flugbegleiters wirklich ein sehr aufregender job, welcher einem mehr als genug abwechslung bietet. auch wenn die abläufe an bord mehr oder weniger zur routine werden, sind die paxe welche individuell und verschieden sind der grund weshalb nie langeweile auftaucht. hierbei lernt man viel über die menschen der verschiedensten kulturen und generationen, und lernt mit den menschen richtig umzugehen. sicher eine gute erfahrung für jeden.

 
 
 
Nachteile
 
 
„über den wolken, muss die freiheit wohl grenzenlos sein“ leider weit gefehlt, ebenso wie das vorurteil flugbegleiterinnen sind nur billige kellner der lüfte. stress, routine und probleme. abends alleine in einem hotelzimmer irgendwo auf der welt sitzen. das sollen dann die vorraussetzungen für einen traumberuf sein?? oftmals kann es vorkommen das man 5 flüge am tag hat, das dann natürlich gleich mehrere tage nacheinander, und immer schön freundlich die paxe begrüßen. ebenfalls gilt dies auf langstreckenflügen, egal wie unverschämt der paxe auch sein mag (wo wir schon wieder beim nächsten punkt wären) der kunde ist könig und hat „fast“ immer recht. auch eine flugbegleiterin muss sich nicht alles gefallen lassen. streit und ärger mit den passagieren ist auch keine seltenheit. einmal schmeckt einem das essen nicht, der flieger hat verspätung oder der sitznachbar stört einen.... wer ist schuld? natürlich die flugbegleiterin, sie muss jetzt auf alle fälle eine lösung finden und dies sofort. es ist auch nicht selten das die paxe schon morgens ausfällig werden, nur da momentan kein „stern“ an bord ist. dann gibt es noch die paxe wo man denkt sie haben das handbuch “wie ärgere ich eine flugbegleiterin/er“ selbst geschrieben. da hilft dann nur noch trockener humor und kontern, immer mit einem höflichen lächeln im gesicht. streit unter fluggästen die zu einer ungeplanten landung führen. neben den dadurch manchmal schon ärgerlichen und auch gefährlichen situationen an bord, kann auch das privatleben unter dem job leiden. familienfeste können nicht wahrgenommen werden, termine und parties von freunden müssen kurzfristig verschoben bzw. abgesagt werden, wenn eine änderung des flugplans ansteht oder man aus seinem standby gerufen wird (ok hier sollte man ja darauf gefasst sein, zum airport gerufen zu werden) und wer alles wirklich plant sollte den job und sein privatleben auch ohne weiteres unter einen hut stecken können. alles ist möglich wenn man nur will. doch eines ist sicher das privatleben muss von grundauf neu strukturiert werden. die gesundheit kann unter dem job auch leiden. sei es der ständige wechsel von zeit- oder klimazonen der einem zusetzt, oder die unregelmäßigen schlafzeiten. was man hier auch nennt, mir wird wohl jede fb zustimmen können, das es dem einen mehr dem anderen weniger zusetzt. aber eines ist sicher die haut altert im späteren lebensverlauf schneller als bei einem job am boden. verärgerte paxe, verspätungen der flieger, bis zu 2000 menschen pro tag begrüßen und verabschieden und bewirten. ein traumjob? oder ein fiasko? man hetzt der zeit hinterher die bei verspätungen verloren gehen, und wenn man frei hat ist man damit beschäftigt sich auszuruhen und neue kraft zu tanken. viel mehr zeit bleibt einem oftmals gar nicht. auch ein flugbegleiter wird sich nie an den jetlag gewöhnen. das ist ein weitverbreitetes vorurteil „ du bist das doch gewöhnt“. man wacht in einem land auf und weiß im ersten moment nicht wo man ist. routen bei denen man zur zeitverschiebung zusätzlich auch noch die datumsgrenze überflogen wird (LAX - MEL zb), sind die schlimmsten, da einem dadurch ein ganzer tag verloren geht. trotz allem wer es schaffen will, wird das alles schon regeln und sein leben managen. auch ist es ein vorurteil, das alle männlichen flugbegleiter schwul sind. es gibt sie allerings auch. wir nennen sie scherzhafter weise petrus. denn wenn man den wolken so nahe ist und weiß (gott somit nicht so weit weg ist), das ein flugbegleiter schwul ist & er mit uns in der galley in für ihn seiner gewohnten weise "komischen" sprache redet, und der himelspforte ganz nahe ist... aber deswegen würde ich ihn niemals verurteilen.
 
 
 
Eure Nici
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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